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„FRIEDENSLIED“ – ein Beitrag zum Frieden

Ein KULTURZONE-Projekt.



Mit dem Schreibwettbewerb 2009 wurde dazu aufgerufen das überzeugendste Text für ein Friedenslied zu schreiben.
Das Lied soll im Sommer 2010 erklingen. An dieser Stelle wollen wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Beiträge danken.

105 Beiträge sind bis zum 15.08.2009 (Poststempel) im KULTURZONE-Büro eingegangen. Die Texte sind der dreiköpfigen Jury Ende September zur Auswahl übergeben worden.


Thomas J. Hauck (Kinderbuchautor),
Ulrike Rüppel (Öffentlichkeitsarbeiterin),
Stefan Krüger (Theaterwissenschaftler)

sind für unseren diesjährigen Schreibwettbewerb die Jury. Die Aufgabenstellung für die drei ist es, aus den eingegangenen Beiträgen die drei überzeugendsten Werke auszuwählen.

Für diese nicht einfache Arbeit vielen Dank an die Jury!

Am 20. Februar einigte sich die Jury, und gab die Gewinner bekannt.

Kategorie über 16:
Platz 1 - Adelheid Weigl-Gosse         Platz 2 - Claudia Engeler        Platz 3 - Marita Bagdahn

Kategorie unter 16:
Platz 1 - Raphael Müller    Platz 2 - Zoe Hagen         


Zu den Gewinnern:


Kategorie über 16:

Platz 1



Mein Name: Adelheid Weigl-Gosse.
Aus Kaufbeuren.
Vom Randowtal aus gesehen ist das am anderen Ende von Deutschland,
ganz südlich.

In meiner Arbeitszeit bin ich Pastoralreferentin.
Weil dann noch Zeit übrig ist, bin ich auch noch in der Erwachsenenbildung und als Supervisorin i.A. tätig.

Manchmal fällt mir etwas ein. Das schreibe ich dann auf.
Manchmal veröffentlicht das jemand.
Und manchmal findet das jemand gut.
Das freut mich dann.

www.weigl-gosse.de



Platz 2

Lebenslauf oder der Lauf des Lebens

Die ersten zwanzig Jahre meines Lebens habe ich als Auslandschweizerin in Italien verbracht, wodurch ich das Glück hatte, meine Liebe zur italienischen Sprache, Kultur und zum Cappuccino zu entdecken. Obwohl ich eine waschechte Deutschschweizerin bin, gelte ich nur in jenem südlichen Land als Einheimische. Mit zwei Sprachen, Ländern und Mentalitäten zu jonglieren wurde bereits im meiner Kindheit zu meinem Lebensmotto. Stets stand ich dazwischen – „inter esse“ – und fand diesen Zustand ausgesprochen interessant.

Die zweiten zwanzig Jahre lebte ich in Deutschland (Land Brandenburg) und in der Schweiz, wo ich Germanistik und Romanistik studierte, doktorierte, in der Wirtschaft arbeitete und an verschiedenen Gymnasien unterrichtete, natürlich Deutsch und Italienisch. Das Jonglieren verschob sich darauf, vier Kinder großzuziehen, zu arbeiten und Zeit für mich zu erfinden. Diese nutzte ich immer wieder, immer öfter zum Schreiben.
Seit acht Jahren arbeite ich nun an den nächsten zwanzig Jahren. Auszeiten nehme ich mir mit meiner Familie im Dreijahresabstand. Da zieht es mich in die eigene Vergangenheit italienischer Städte zurück: Mailand, Venedig, Rom... Die Liebe zur romanischen Sprache, zur reichen Kultur und zum Cappuccino sind geblieben, haben sich vertieft. Dazu gesellt sich eine enge Verbundenheit zur Natur, die mir immer wieder vor Augen führt, was das Leben auch noch bedeutet.
Mein Traum ist es, neben dem deutschen einen italienischen Verlag zu finden, der meine Kinder- und Jugendbücher publiziert, einen Regisseur und Produzenten zu entdecken, der meine Texte verfilmen möchte, einen Weg zu erfinden, um meine Gedanken und Gefühle in den Köpfen und Herzen eines möglichst breiten Publikums leben zu lassen.


Publikationen:

Jugendbücher: „Marius’ Venedig oder das Geheimnis der Vergangenheit“, Novum Verlag, Neckenmarkt, 2008
„Stella kehrt heim“, Projekte-Verlag, Halle, 2009
Bilderbücher: „Albert der Storch“, Verlag Kunterbunt, Zürich, 2009
„Der Friedenskuss“, Sutton Verlag, Erfurt, 2009
Kolumnen: „Italienische Blicke auf Gotha“, DMZ-Verlag, Gotha, 2009


Für weitere Informationen zu mir und meinem künstlerischen Schaffen: www.claudia-engeler.ch .




Platz 3



Marita Bagdahn
waschechte Ostwestfälin, die es ins Rheinland verschlagen hat
1957 im Kreis Paderborn geboren und aufgewachsen, verheiratet, zwei Kinder
gelernte Diplomverwaltungswirtin, lebt - nach vielen Jahren im Ausland (London, Moskau, Nancy/Frankreich, Wien) - seit 1996 in Bonn
arbeitet seit mehreren Jahren als freiberufliche Poesiepädagogin (Kurse und Workshops zum kreativen Schreiben für Kinder und Erwachsene) und Autorin (Kurzprosa und Lyrik)
diverse Veröffentlichungen in Anthologien und im Internet
Mitglied der Bonner Autorengruppe „Schreibrausch“

Preisträgerin beim Hattinger Aphorismenwettbewerb „Witz –Bild –Sinn“ 2008
2. Platz beim Literaturwettbewerb des Hauses Sankt Martin am Autoberg und der Hattersheimer-Hofheimer Tafel 2009 „Tafelspitzen“

Eine kleine Aphorismen-Kostprobe:
Aphorismus? Ein Satz, der schneller zu Ende ist, als du denkst.
Ein Schriftsteller feilt so lange an seinem Werk, bis beide vollkommen überarbeitet sind.
                                                                     © Marita Bagdahn

Homepage: http://www.wort-und-stift.de


Kategorie unter 16:

Platz 1


Vita:

Raphael Müller, geb. am 24.09.99 in Aichach, erlitt schon vor seiner Geburt einen Schlaganfall, er sitzt im Rollstuhl und ist pflegebedürftig. Raphael leidet unter Epilepsie und Autismus. Sprechen ist ihm nicht möglich, er verständigt sich schriftlich, indem er - mittels gestützter Kommunikation (FC) – auf einer Computertastatur tippt.
Obwohl körperlich sehr stark eingeschränkt, vermag er durchaus klar zu denken und zu formulieren. Raphael hat zwei Klassen übersprungen und besucht mit einer Begleitperson das Gymnasium. Er möchte unbedingt laufen lernen und trainiert hart für sein Ziel. Raphael liest sehr gerne. Schreiben und Dichten sind seine liebsten Hobbys.


Im Dez.08 Veröffentlichung des Gedichts „Der Augenblick“ in der Anthologie des Deutschen Frankfurter Literaturverlags, Brentano – Gesellschaft.

„Asa und Gasa, Besuch aus dem Zwergenland“, Fantasiegeschichte mit autobiographischen Elementen, bislang unveröffentlicht

Platz der Gruppe A für Deutschland beim internationalen Gedichtwettbewerb zum Thema „Sehnsucht - Träume“ der Zeitschrift Perplex (www.perplex.at)

Im August 09 Veröffentlichung des Gedichtes „Das Dichten“ in der Anthologie „Beste Gedichte 09/10“ des Dt. Frankfurter Literaturverlags.

„Asa und Gasa im Drachenwald, Teil 2“ ist in Arbeit.

Das Gedicht „Der Sturm“ erscheint in der Anthologie der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte.

Raphael gelangt in die erste Auswahlrunde beim Wettbewerb des Literaturpodiums. Im Nov. 09 werden im Gedichtband „Waldwege“, Engelsdorfer Verlag, 15 Gedichte von Raphael gedruckt. (ISBN-10: 3869016973)




Platz 2



Hallo,
mein Name ist Zoe und ich bin
15 Jahre alt. Ich habe mich wirklich gefreut
den zweiten Platz zu machen, da ich das Schreiben
über alles liebe, und es mich freut, dass Anderen meine Texte gefallen.
Das ist auch der wesentliche Grund, weshalb ich beim Wettbewerb teilgenommen habe.
Zudem kommt noch hinzu, dass mir das Thema sehr gut gefallen hat. Ich halte es für sehr
wichtig über den Frieden zu reden und natürlich zu schreiben, denn auch wenn er für uns
in Deutschland selbstverständlich scheint,
ist er das ganz und gar nicht.
Außer mit dem Schreiben verbringe ich meine Freizeit am liebsten mit Hockey spielen,
lesen und Freunde treffen.


 

 


Preisverleihung „Friedenslieder“

Das Besondere an der diesjährigen Präsentation der Siegerbeiträge war, dass die Texte für den Frieden auch zugleich die Grundlage für andere Künste darstellten: Die Siegertexte wurden von jungen Musikern aus Berlin vertont und von Jugendlichen während eines Workshops mit dem Maler Norbert Thiel/Berlin in der Uckermark künstlerisch gestaltet. Die Preisverleihung wird von einer Musikaufführungen und einer Ausstellung zu den Texten umrahmt werden. Die Preise für die Sieger/innen des Schreibwettbewerbs wurden von der bildenden Künstlerin Sabine Nier aus Berlin gestaltet.

Ein Satzungsziel des Vereins KULTURZONE e.V. ist der Weltfrieden. Mit dem Schreibwettbewerb 2009 widmete sich der Verein diesem Ziel in besonderer Weise. Dass das Thema auch viele andere Menschen bewegt, zeigen sowohl die Wettbewerbsbeiträge, als auch das Mitwirken von Künstlern anderer Kunstsparten, die durch das Thema inspiriert wurden und wiederum Jugendliche motiviert haben, sich mit dem Thema Frieden auf unterschiedliche Weise auseinanderzusetzen.
Seit 2006 veranstaltet unser Verein einen jährlichen Schreibwettbewerb für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Am KULTURZONE-Schreibwettbewerb nehmen jedes Jahr professionelle und Hobby-Literaten aus dem deutschen Sprachgebiet teil. Bei unserem Schreibwettbewerb geht es nicht um Preisgelder, sondern um die reine Lust am Schreiben. Eine wechselnde dreiköpfige Jury (ein/e Schriftsteller/in, ein/e Journalist/in oder Theaterwissenschaftler/in und ein Mensch, der gerne liest) wählen jeweils drei Preisträger/innen in den Kategorien „Unter 16“ und „Über 16“ aus. Jeder Schreibwettbewerb endet mit einer öffentlichen Präsentation und einer festlichen Preisverleihung.

Bericht zum Gesellschafterprojekt "Friedenslieder".
Ausgangssituation für dieses Projekt war der jährlich stattfindende Schreibwettbewerb des Vereins KULTURZONE, bei dem dazu aufgerufen wurde einen Text für ein Friedenslied zu schreiben. Dies taten dann unterschiedlichste Menschen aus unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten und Altersklassen des deutschsprachigen Raums. Nach etwas "Bammel" waren wir über die Beteiligung zu diesem Thema überrascht. Dies offenbart das sich die Leute Gedanken um ein friedvolles Zusammenleben machen. Plan war es neben dem stetigen Wettbewerb auch unserem Satzungszweck, etwas für den Weltfrieden tun zu wollen, zu entsprechen. Außerdem sollten die schönsten Lieder vertont werden, um die Preisverleihung zu einem musikalischen Ereignis werden zu lassen. Später kam noch die Idee hinzu, die Liedtexte Inspiration für Bilder zum Thema Frieden sein zu lassen.
Somit gab es zwei Schwerpunkte: Einmal Musiker zu finden, die für den jeweiligen Liedtext ein Klanggewand schneidern und das entstandene Produkt bei der Veranstaltung zu präsentieren. Zweitens die Texte zu Visualisieren.

Fünf Liedtexte brauchten nun Paten. Elf Musiker fanden sich dann auch und legten los. Neun Maler nahmen die Pinsel auf und gaben unter versierter Leitung Form und Farbe auf die Leinwände.
Die vorerst letzte Aktion im Rahmen des Malworkshops war es nun, die fertigten Bilder an geeigneten Stellen im Saal des Gutshauses Ziemkendorfs, wo auch die Preisverleihung stattfinden sollte, zu arrangieren. Der versierte Blick unseres Profis Norbert war dann ein Garant für ein gelungenes Arrangement.
Pünktlich zur Preisverleihung waren die Musiker bereit ihre Friedenslieder zu präsentieren, die Preisträger bereit ihre Preise entgegenzunehmen und der Moderator bereit durch den Abend zu führen. Nachdem das Jurymitglied Stefan Krüger etwas über die Juryarbeit berichtet hatte, wurde die Drittplatzierte der über 16 Jährigen vorgestellt und gewürdigt. Im Anschluss gab es das entstandene Lied zu hören. So wurde dann auch weiter verfahren. Nachdem die fünf Friedenslieder der Öffentlichkeit präsentiert wurden, gab es nun die Möglichkeit die Bilder zu betrachten und sich beim Buffet auszutauschen.
Unter anderem war es interessant zu erfahren, dass sich der autistische Raffael (Platz eins der unter 16 Jährigen) wünschte, dass sein Liedtext von einem gläubigen Musiker zu einem Song verarbeitet wird. Nachdem der erst im Erwachsenem Alter zum Glauben gefundene Musiker Jörg gezielt Raffaels Text mit den Worten "Das hat ein wirklich gläubiger Mensch geschrieben." wählte.

Preisträger aus Nordrhein-Westpfalen, Bayern und der Schweiz nahmen die weite Reise in die gesellschaftlich von Unfrieden geprägte Uckermark auf, um zusammen mit Musikern und Leuten aus Berlin und einigen Einheimischen eine Veranstaltung um Lieder für den Frieden zu begehen. Eine harmonische, stimmige Preisverleihung konnte, als ein gutes Ergebnis des Projektes "Lieder für den Frieden", diesen Tag ausklingen lassen.

 

Malworkshop (22., 23. und 24.Okt.2010 Gutshaus Ziemkendorf Leitung Norbert Thiel)

9 Teilnehmer 20 Stunden 34 Bilder
Bleistift auf Papier, Acryl auf Leinwand, Pastell auf Leinwand, Collage aus Papier auf Papier

Bilder zum Thema Frieden.
Was ist Frieden? Was ist, wenn Dummheit und Unfreiheit zusammen auf der Parkbank Däumchen drehen? Ist das Eiserne Kreuz ein Friedenssymbol?
Solche und ähnliche Fragen wurden diskutiert. Neben der Aufgabe Bilder zu schaffen, stellte also auch das Thema eine Herausforderung dar. Als Basis oder Inspiration dienten Liedtexte für Friedenslieder.

Am Anfang sind Grundlagen wichtig. Als Grundlage für die Bildgestaltung erklärte der Workshopleiter Materialien, Unterschiede der Farbarten und Maltechniken. Als Anregung gab es Anschauungsmaterialien, welche Abbildungen verschiedener Kunstrichtungen, wie Dadaismus und Surrealismus zeigten.
Nach der Idee kommt die Skizze, zu beachten sind Formen und Positionen, Nah- und Fernwirkungen und natürlich Aussagen. Um dieses zu testen werden etliche Entwürfe gemacht, bis es dann richtig ans Werk geht.

Mitten im Workshop gingen die Kunstwerke in Produktion. Konzentriert wurden Farben gemischt, Papier geschnitten, Punkte und Striche gesetzt. Was hier kurz in zwei Sätzen beschrieben werden kann, nahm doch einige Zeit in Anspruch. Kondition war mit dabei, und so trübte sich immer wieder das Pinselwasser.

Zum Schluss gab es eine Auswahl an Bildern für die Ausstellung. Die Auswahl wurde getroffen und die Bilder wurden im Ausstellungsraum positioniert.

"Kennst du des Friedens Farbe?

Bei dem Zeichenworkshop mit Norbert zum Schreibwettbewerb „Friedenslied – ein Beitrag zum Frieden“ haben wir die Einsendungen der Preisträger gelesen und danach mit ihnen als Vorlage oder frei nach unseren Assoziationen zum Frieden Collagen, Skizzen und Zeichnungen angefertigt.
2 Tage lang haben wir uns so mit dem Thema Frieden auseinandergesetzt. Beim Arbeiten in der Gruppe war die Stimmung sehr gut, gemeinsam haben wir gearbeitet, gegessen, Musik gehört und uns gegenseitig geholfen. Es war sehr interessant zu sehen, was für verschiedene, schöne Dinge dabei entstanden sind. Viele der entstandenen Bilder werden von leuchtenden, freundlichen Farben dominiert, wie „Das Friedensschwein“ auf dem man ein rosarotes Schwein auf einer grünen Wiese sieht, das von einer strahlenden Sonne umgeben ist. Ich habe eine Collage mit glücklichen Menschen in schwarz-weiß angefertigt, zwischen denen man kleine, bunte Blümchen finden kann. An einem Bild wurden stundenlang Farben ausprobiert, solange bis es der Junge, der es zeichnete, für perfekt hielt. Den größten Kontrast bildeten die Werke eines Teilnehmers, der großflächig Pappe und Leinwand mit dunkelbrauner Farbe bestrich. Diese Bilder tauften wir alle liebevoll „Kackfrieden 1-4“.
So haben wir also auch die Antwort auf die Frage „Kennst du des Friedens Farbe?“ gefunden. Die Farbe des Friedens ist für jeden eine andere."

Marie

Das Projekt "Friedenslieder" ist ein Gesellschafterprojekt gefördert von der
http://www.aktion-mensch.de über das Projekt .

 

 


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